Granhammarsmannen
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ZUSAMMENFASSUNG
A. Oldeberg och N.-G. Gejvall: Der bronzezeitliche Fund von Granhammar
im Kirchspiel V. Ryd, Uppland.

Bei Dräinierungsarbeiten ca. 700 m NO vom Hofe Granhammar im Kirch-spiel Al. Ryd, Uppland, wurden im Sommer 1953 diverse menschliche Skelettreste gefunden. Bei einer Nachuntersuchung des Fundplatzes durch Dozent W. Holmqvist zeigte es sich, dass dieser in ungefährer Höhe des jetzigen mittleren Wasserniveaus des Mälarsees liegt. Der Abstand zum Seeufer ist ungefähr 300 m. Bei der Untersuchung konnte konstatiert werden, dass die Skelettreste stark verstreut vorgefunden worden waren und keinen natürlichen Kontakt miteinander halten. Was die zu den Skelettresten gehörigen Flunde betrifft, so kann erwähnt werden, dass ein Stück Pyrit oder Schwefelkies mit stark abgenutzten Rändern (Fig. 9) sowie ein unregelmässig geformtes Flintstück mit abgenutzten Räindern (Fig. 8) ganz dicht bei den Skelettresten lagen. Vermutlich haben diese beiden Gegenstände als Feuerzeug gedient. Weiterhin wurden hier eine Flintscherbe mit retouchierten Räindern, vermutlich ein Schaber (Fig. 10), ein 10,5 cm langer gut gearbeiteter, aus einem gespaltenen Metakarpalknochen eines Schafes hergestellter Pfriem (Fig. 5) sowie ein ca. 30 cm langes Wetzsteinfragment aus Sandstein gefunden. Südlich der Knochenreste lag der Rest dieses Wetzsteines (Fig. 7) sowie ein ca. 6 cm langer meiselförmiger Bronzebeschlag mit vieleckigem, möglicherweise sechseckigem Querschnitt und noch versehen mit ansitzendem Rest eines abgeschnittenen Holzschaftes (Fig. 1); bei näherer Untersuchung erwies sich, dass dieser Schaft aus Holz von der roten Heckenkirsche gemacht war. Ungefähr 30 cm östlich der Skelettreste lagen Reste eines stockähnlichen Gegenstandes, der aus Salweideholz mit einem krückenähnlichen Handgriff (Fig. 2) verfertigt war, sowie ein weiterer Pfriem aus einem Schafknochen von einer Läinge von 14,2 cm (Fig. 4). Ca. 60 cm nordöstlich der Knochenreste wurde eine geringfügige Sammlung Schwarzmuscheln angetroffen, die gänzlich in den Lehm eingebettet waren. Als Einzelfunde wurden in ausgeworfenen Lehmklumpen ein 18,2 cm langer Pfriem aus Elchhorn (Fig. 3) sowie ein ahlenähnlicher Gegenstand aus Bronze gefunden, der in einen Schaft aus Salweideholz eingesetzt war (Fig. 6); dieser letztere kann mi)glicherweise zu dem Stock Fig. 2 gehört und dessen Endabschluss gebildet haben. Schliesslich wurden in der Nähe noch einige offenbar bearbeitete Holzlatten von verschiedener Länge und Dicke gefunden, fig. 11. Den meiselförmigen Bronzebeschlag Fig. 1 kann man vermutungsweise in eine frühe Periode der Bronzezeit datieren. Dieser Zeitansatz scheint durch eine pollenanalytische Untersuchung von Torfproben vom Fundplatz bestätigt zu werden.

Bemerkenswert bei diesem Funde ist die zerstreute Lage der Skelettreste und der Fundgegenstände, die Beschädigungen, vor allem am Kranium, und das Fehlen mehrerer Skelett-Teile. Zweifellos war der hier gefundene Mann in einer frühen Periode der Bronzezeit, als der Fundplatz noch unter Wasser stand, in einen Kampf verwickelt und ist dabei unterlegen. Falls dies während des Sommerhalbjahres geschehen ist, könnte man die verstreute Lage der Skelettreste damit erklären, dass der Mann zerstückelt wurde und die Leichenteile und Fundgegenstände ins Wasser geworfen worden sind. Sollte das Ereignis während der Winterjahreszeit stattgefunden haben und auf dem Eise, kann der Mann, dort wo er fiel, ganz einfach seinem Schicksal überlassen worden sein und Raubtiere können an dem Platze gehaust haben, wonach die überreste, nach der Eisschmelze, zu Boden sanken.

Die anthropologische Charakterisierung des Kraniums (Fig. 12) spricht am ehesten dafür, dass der Schädel dem sogen. Borreby-Typus angehört, der gegen Ende des Mesolithikums oder zu Anfang des Neolithikums von Süden über die dänischen Inseln eingedrungen ist und der dann invadierende Stämme des Megalith- und Bootaxtvolkes überlebt hat.

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